Hochtemperaturplastizität


Kriechen ist die zeitabhängige plastische Verformung bei hoher Temperatur. Die Kriechrate ist sehr stark von der Spannung (Potenzgesetz) und von der Temperatur (Arrhenius-Funktion) abhängig. Am Lehrstuhl Werkstoffwissenschaft gibt es ein Kriechlabor, in dem das Kriechverhalten von Hochtemperatur-werkstoffen erfasst werden kann. Insbesondere werden im Kriechlabor vorverformte Materialzustände erzeugt, die dann mikroskopisch charakterisiert werden. Außerdem besteht Interesse an innovativen Versuchen (Miniaturkriechprobe, Doppelscher-kriechprobe, Proben mit Rundkerben). Gegen Ende des Berichtszeitraum hat David Bürger die Leitung des Kriechlabors übernommen. Es gibt acht Kriechmaschinen und eine Prüfmaschine, an der Warmzugversuche durchgeführt werden. Das Kriechlabor ist durchgehend gut ausgelastet. Oliver Horst führt dort Untersuchungen zur Legierungsentwicklung im SFB/TR 103 fort. Julian Hunfeld und Larissa Heep untersuchen das Kriechverhalten neuer Hochtemperaturlegierungen für Industriepartner. Und David Bürger ist für unterschiedliche Messprogramme im Rahmen des SFB/TR 103 verantwortlich.
galups/juo011012/small/Bild-9-2.jpg
galups/ixv011012/small/Bild 8-7.jpg
galups/fkh011012/small/Bild-13-18.jpg