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Philosophie und Kulturwissenschaften im deutsch-russischen Ideentransfer der 1920er Jahre

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  I. Informationen => Projektbeschreibung => Arbeitsprogramm

 
    
 
        
 
        
 
        
 
        
 
    
 
    
 
    
 
        
 
        
 
        
 
        
 
        
 
        
 
    
 


 

Die Arbeiten im Forschungsprojekt umfassen einerseits eine historische Erschließung und Rekonstruktion des Diskussionskontextes der GAChN sowie der institutionellen Geschichte, soweit sie zur Aufklärung der theoretischen Diskussionen beiträgt. Eine solche Rekonstruktion erfordert aufgrund der spezifischen Quellenlage - die Quellen sind nur zum Teil und zudem vielfach auch unzuverlässig ediert - das Studium des Nachlasses der Akademie und der Privatnachlässe der einzelnen Protagonisten der zu untersuchenden Diskussionen.

Andererseits umfasst das Forschungsprojekt eine systematische Untersuchung des philosophischen und wissenschaftstheoretischen Beitrags von G. Špet und seines Kreises zur Ausarbeitung einer hermeneutisch-semiotischen Grundlegung der Kulturwissenschaften. Im Rahmen dieser Untersuchung soll der deutsch-russische Ideentransfer systematisch ausgewertet werden: Durch einen Vergleich mit den hermeneutischen Positionen Diltheys und der Dilthey-Schule, den Fortentwicklungen der Phänomenologie in der phänomenologischen Bewegung der 1920er Jahre sowie den wissenschaftstheoretischen Ansätzen einer ‚allgemeinen Kunstwissenschaft' soll untersucht werden, welche Transformationen, Kontinuitäten und Neuansätze im Rahmen dieses Transfers festzustellen sind und wie sie den theoretischen Rahmen einer Bestimmung der Kulturwissenschaften verändern.

Dieses Anliegen basiert auf zwei Hypothesen, die im Rahmen des Forschungsprojekts näher zu prüfen sind:

Erstens ist zu untersuchen, ob die Bestrebungen der wissenschaftstheoretischen Reflexion an der GAChN in Richtung einer Synthese der Kulturwissenschaften gehen (vergleichbar mit den modernen Konzepten eines cultural turn) und welche Folgen sie für die Forschung haben, oder ob die Diskussion an der GAChN nicht vielmehr in Richtung einer philosophisch reflektierten Grenzziehung zwischen den einzelnen kulturwissenschaftlichen Disziplinen geht, so dass anstelle einer ‚Synthese' der Disziplinen das Konzept einer interdisziplinären Kooperation entwickelt wird. - Beide Konzepte scheinen in den Diskussionen an der GAChN vertreten zu sein und es ist zu analysieren, welches von ihnen sich in der Organisation der Forschung und der wissenschaftlichen Praxis als tragfähiger erweist.

Zweitens ist zu untersuchen, in welchem Maße sich das Konzept der Kultur als eines Zusammenhangs zeichenvermittelter Sinnobjektivationen bei der Erarbeitung der theoretischen Grundlagen der Kulturwissenschaften bewährt: Welche Problemhorizonte eröffnet dieses Konzept, welche blendet er möglicherweise aus, wie ermöglicht es eine Kooperation von Natur-, Kulturwissenschaften und Psychologie.

Diese Hypothesen sind anhand der erfolgten historischen Rekonstruktion im Rahmen der systematischen Untersuchung zu prüfen.

 

 
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